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Schwarzes Alpenschwein für die Berglandwirtschaft

  • Autorenbild: Yasmin Spengler
    Yasmin Spengler
  • 16. Nov.
  • 1 Min. Lesezeit

Jede Region hatte früher ihren Schweineschlag (eine Rasseneinteilung gab es noch nicht). 1827 teilte der Naturforscher Johann Rudolf Steinmüller diese Schläge in die zwei Haupttypen, die grossen schweren Flachland-Typen (rosafarben) und die agilen Bergschweine, die mit kürzerem Rücken und den längeren Beinen eine hohe Berggängigkeit erreichten. Letztere fasste er unter dem Oberbegriff «Schwarze Alpenschweine» zusammen, denn die meisten Tiere waren eben schwarz. Ein im Jura lebendes, ähnlich agiles Schwein dokumentierte er als schwarzes Burgunderschwein.


Mit der Einführung schnellwachsender Leistungsrassen wurden die alten Bergschläge verdrängt. Die meisten starben vor dem ersten Weltkrieg aus. Die letzten lebten Anfang der 1980er-Jahre am Lukmanier und Splügen. 2013 wurden noch Reliktgruppen dieses Schweinetypus in angrenzenden italienischen Tälern gefunden und mit diesen ein neuer Zuchtbestand unter dem Oberbegriff «Schwarzes Alpenschwein» aufgebaut.


Diese bergtauglichen Tiere sind robust und genügsam, gut geeignet für eine extensive Haltung. Damit die Tiere ihre wertvollen Eigenschaften behalten und ihre diesbezüglichen Vorteile ausspielen können, werden sie nur in die Bergzone abgegeben. Produkte aus extensiver Haltung, traditionell zubereitet, geschmacklich überdurchschnittlich und aus der Region haben Zukunft. Der Kunde will nicht mehr Produkte von Tieren, die in Rekordzeit zum Schlachtgewicht heranwachsen, sondern langsam entwickeltes Fleisch, das schon im Körper gereift ist. Die Alpenschweine können dies liefern und auch den erforderlichen Preis lösen. => Diese Chance soll für eine innovative Landwirtschaft im Berggebiet genutzt werden.



 
 
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